Reuse & Logistics Leadership Days 2026: GIWA bringt Praxiserfahrung in die PPWR Debatte ein
Die GIWA Kunststofftechnik GmbH hat sich auf den Reuse & Logistics Leadership Days 2026 in Berlin aktiv in die Fachdebatte zur Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) eingebracht. Mit praxisbewährten Mehrweg-Transportverpackungen und jahrzehntelanger Expertise in der Kunststoffaufbereitung zeigt das Unternehmen, wie sich regulatorische Anforderungen bereits heute in funktionierende Mehrweglösungen überführen lassen.
Die Veranstaltung gilt mit rund 500 Teilnehmenden aus Politik, Industrie, Handel und Logistik als zentrale Plattform für den Austausch zur Zukunft von Mehrwegsystemen und Kreislaufwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Neben politischen Impulsen, darunter die Eröffnung durch Bundesumweltminister Carsten Schneider, standen konkrete Umsetzungsansätze aus der Praxis im Fokus.
Schnittstelle zwischen Regulierung und industrieller Realisierung
Im Rahmen der Podiumsdiskussion „Mehrweg-Ausblick EU-Politik“ brachte GIWA-Geschäftsführer Daniel Sieberer die Perspektive eines mittelständischen Systemanbieters ein. Gemeinsam mit Vertretern der Genossenschaft Deutscher Brunnen und Fernando Rodriguez Mata von der New European Reuse Alliance diskutierte er die Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Frage, wie sich neue regulatorische Vorgaben mit bestehenden Mehrweg- und Poolingstrukturen in Einklang bringen lassen.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die bevorstehende Einführung der PPWR, die u. a. europaweit einheitliche Anforderungen an Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit und den Einsatz von Rezyklaten definiert. Während viele Marktteilnehmer aktuell vor umfangreichen Transformationsprozessen stehen, verdeutlichte GIWA anhand bestehender Systeme, dass zentrale regulatorische Zielsetzungen bereits heute technisch abbildbar sind.
„Die regulatorischen Ziele sind klar – entscheidend ist jetzt die Umsetzbarkeit im industriellen Maßstab. Unternehmen benötigen Lösungen, die sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig sind“, erklärte Sieberer.
Erfahrungswerte aus der Praxis
GIWA kann auf jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Kreislaufwirtschaft zurückgreifen. Am Standort Westendorf bei Augsburg betreibt das Unternehmen ein eigenes Recycling-Center und verfolgt konsequent geschlossene Materialkreisläufe für ausgewählte Kunststoffprodukte.
Ein zentrales Anwendungsbeispiel ist die Kunststoff-Viertelpalette, die europaweit in Handelslogistiksystemen eingesetzt wird – unter anderem bei großen Einzelhandelsunternehmen wie dm und Edeka. Die Paletten sind für eine mehrfache Nutzung ausgelegt und werden nach ihrem Lebenszyklus zurückgeführt, im eigenen Werk aufbereitet und in neue Produkte überführt.
Dieses Closed-Loop-Prinzip stellt hohe Anforderungen an Konstruktion, Materialauswahl und Prozessführung. GIWA hat sich über Jahre hinweg die notwendige Kompetenz aufgebaut, um diese Anforderungen in stabilen und wirtschaftlich betreibbaren Lösungen umzusetzen.
Frühzeitige Ausrichtung auf regulatorische Anforderungen
Als früher Anwender zirkulärer Produktions- und Logistikansätze hat GIWA Entwicklungen vorweggenommen, die mit der PPWR zunehmend regulatorisch verankert werden. Dazu zählen insbesondere die Sicherstellung der Recyclingfähigkeit, die Integration von Rezyklaten sowie die systematische Rückführung von Verpackungslösungen in geschlossene Stoffkreisläufe.
Vor diesem Hintergrund sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um sowohl bestehende als auch zukünftige Anforderungen der PPWR zu erfüllen. Gleichzeitig eröffnen sich neue Potenziale für die Weiterentwicklung bestehender Mehrweg-Transportverpackungen sowie deren Integration in europaweite Mehrweg- und Poolingstrukturen.
Harmonisierung als Chance – Integration als Herausforderung
Die Diskussionen auf den Reuse & Logistics Leadership Days machten deutlich, dass die Harmonisierung europäischer Vorgaben eine wichtige Voraussetzung für skalierbare Mehrwegsysteme ist. Gleichzeitig bleibt die Integration bestehender logistischer Infrastrukturen eine der zentralen Herausforderungen für die Branche.
GIWA positioniert sich hier als praxisorientierter Partner, der regulatorische Anforderungen nicht nur interpretiert, sondern in konkrete, funktionierende Lösungen übersetzt. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag zur industriellen Umsetzung der europäischen Kreislaufwirtschaft – und zeigt zugleich, welche Rolle mittelständische Akteure bei der Transformation übernehmen können.
Über GIWA
GIWA ist ein führendes Unternehmen der Kunststoffindustrie, das im Jahr 1985 in Westendorf bei Augsburg (Bayern) gegründet wurde. Mit einer Belegschaft von 140 Mitarbeitenden widmet sich das Unternehmen der Entwicklung und Produktion nachhaltiger Kunststofflösungen. GIWA bedient diverse Branchen, darunter Logistik, Industrie, Bautechnik, Büromöbel und Haushaltsartikel. Zu den Kunden zählen unter anderem GreenCode, Liebherr, BSH, BMW und CHEP. Durch die langjährige Investition in geschlossene Kunststoffkreisläufe deckt GIWA mittlerweile über 70 Prozent des eingesetzten Materialbedarfs aus recycelten Kunststoffen ab. Das Unternehmen ist bekannt für seine hochwertigen Produkte und verantwortungsbewussten Lösungen, welche hohen Qualitätsstandards und Umweltanforderungen entsprechen.
Alle News